Tauchsafari Burma

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön.......

Hier könnt ihr nun einiges über die oft in Südthailand angebotenen Tauchsafaris nach Bruma erfahren.

Ich hatte ja das Glück das ich während meiner Ausbildung für 10 Tage an so einer Safari teilnehmen durfte. Und ich kann euch jetzt schon sagen: es war einfach super!

Das Boot auf das ich ging war die MV Sai Mai (www.privatedive.com) die von Alex (kommt aus dem tiefsten Bayern) mit seiner besseren Hälfte Nong (Thailänderin) betrieben wird, wobei das organisatorische Management an Land von Rüdi übernommen wird.

Die Safari began damit das wir am Abend des 2.März so gegen 17h an der Tauchbasis von Rüdi mit seinem Pickup und einem Minibus abgeholt wurden. Nun ging es mit dem Auto eine knappe Stunde zum nördlich von Phuket auf dem Festland gelegenen Hafen. Dort angekommen wurde erstmal das ganze Gepäck verstaut und die Kabinen verteilt. Durch die Tatsache das ich ja als Guide dabei war und nichts für die Tour zahlen mußte, bekam ich auch keine Kabine, da das Boot mir zwölf Gästen voll belegt war. Im nachhinein muß ich jedoch sagen, das ich die Kabine keine einzige Minute vermißt habe. Es gibt nichts schöneres als oben auf dem vorderen Deck zu schlafen und den Sternenhimmel über sich zu haben!!! Das Schiff selber war super gepflegt und alles vorhanden was das Taucherherz begehrt.

So gegen 20h haben wir dann den Hafen verlassen mit Kurs auf Victory Point in Burma. Am ersten Abend mußten wir erstmal den ganzen Papierkrieg erledigen (5 Zettel für das Visa in Burma). Als wir das dann erledigt hatten gab es endlich das sehnsüchtig erwartete Abendessen. Beim Essen muß ich jetzt schon mal gleich das Kompliment an die Köchin loswerden: das Essen war immer super lecker und abwechslungsreich! Es gab eine bunte Mischung aus Thai und Europäischer Küche wobei keiner auch nur die geringste Befürchtung hatte das er Verhungert!!!

Die Fahrt dauerte die ganze Nacht und am nächsten Tag so gegen 9.30h waren wir im Hafen von Victory Point. Dort kam dann eine kleine Delegation von hochoffiziellen Beamten an Bord und kümmerten sich um die Formalitäten. Das ganze war glücklicherweise nach 30 Minuten erledigt und wir konnten Kurs aus unseren ersten Tauchplatz nehmen.

Die Zeit während der Fahrt dorthin nutzen wir alles erstmal zum Relaxen und genießen der wunderschönen Aussicht. Später machte sich dann jeder mal so langsam daran sein Tauchequipment aufzubauen und zu checken. Am Nachmittag machten wir dann den ersten Tauchgang am Parsons Rock. Nach insgesamt 7h Fahrt erreichten wir dann unseren Ankerplatz für die Nacht direkt vor einer einsamen verlassenen Insel.

Auf unser Drängen hin machten wir dort gleich noch einen Nachttauchgang in unbekannten Gewässern. Was jedoch recht nett wurde da sich doch so einiges an Fischen zeigte. Außerdem war jeder froh endlich zu tauchen.

Am nächsten Morgen gab es dann erstmal um 8.30h einen early morning dive der jedoch nicht allzulange dauerte (4-10min), da es dort Strömung vom feinsten gab und auch die Sicht nicht der Hit war. Dafür gab es jede Menge kleiner nicht nesselnder Quallen! So konnten wir dann schon kurz nach 9h uns alle ausgiebig dem Frühstück zuwenden während unser Kapitain schon wieder kurs auf den nächsten Tauchplatz genommen hat.

Das Ziel des heutigen Tages waren die Western Rockys, ein kleines Inselchen mit 3 markanten Felssäulen. Dort machten wir dann insgesamt 3 Tauchgänge, wobei der Nachttauchgang zu den lustigsten gehörte die ich je gemacht habe.

Beim Nacht-TG hatten wir die seltsame Ehre das es pro 2 m³ Wasser ungefähr eine Qualle gab und diese die nette Angewohnheit hatten leicht zu nesseln. Auch gab es ganz nett Strömung in der Höhle und auch außerhalb; aber nach dem TG sagten alles das es ein guter TG war und jeder Spaß daran hatte.

Nach dem Abendessen machte sich das Boot auf den langen Weg hinaus zu den Burma Banks. Die Fahrt dorthin dauerte bis am Morgen um kurz vor 9h. Auf dem Weg dorthin wurden wir mit einer ganzen Delphin-Schule belohnt.

Die drei Tauchgänge des Tages machten wir nun an den Burma Bank und der Roe Bank. Hier bekamen wir dann auch die ersten Haie und einen Tuna zu sehen. Das tauchen hier draußen auf den Banks ist mal was ganz anderes, da es im Umkreis von 200km keine Insel gibt und die ganzen Riffe erst so gut 10-15m unter der Oberfläche anfangen. Selbstredend das die Natur hier draußen noch weitgehend intakt ist und man viel Fisch und schöne Korallen zu sehen bekommt. Auf kann man hier so ziemlich immer die entspannteste Art des tauchens machen: Drift-Dive - einfach rein ins Wasser und sich von der Strömung schön über das Riff oder an der Riffkante entlang durchs blaue Wasser ziehen lassen. Hiebei mal ein riesen Lob an die Boots-Crew die immer sehr schnell da war wenn wir auftauchten und uns immer ohne Probleme schnell und sicher aufgenommen hat. Der Nacht-TG mußte auf den Banks jedoch ausfallen, da es einfach nicht klug wäre bei der Strömung hier drausen bei Nacht zu tauchen. So nutzen wir den frühen Abend einfach mal dafür uns über die Getränkebestände des Boots herzumachen und die berümten Tauchergeschichten zu erzählen.

Am nächsten Tag machten wir unsere TG am Silver-Tip-Reef und der Heckford Bank. Auch hier wurden wir wieder von der Unterwasserwelt verwöhnt und bekamen Haie und Adlerrochen zu sehen.

So langsam hat sich nun bei jedem ein gewisser Tagesrhythmus eingespielt an den man sich wirklich gewöhnen könnte:

Aufstehen - kleines Frühstück - tauchen - großes Frühstück - Enstpannen - tauchen -Mittagessen - tauchen - Kaffeepause - schlafen - tauchen - Abendessen - Party - schlafen !!!!

Die nächsten eineinhalt Tage verbrachten wir an den Tauchplätzen South-Twin und dann North-Twin. Dort wurden wir dann auch endlich von den lang erwarteten Mantas überrascht, die plötzlich aus dem Nichts auftauchten und uns einige unvergessliche Augenblicke bescherten. Auch war es wir vergönnt zwei Mantas zu sehen die in gut 400m Entfernung zum Boot aus dem Wasser sprangen! Wow!

Das ganze sah echt impossant aus. Als am Abend dann der Anker gelichtet wurde, ist mir dann so langsam klar geworden, das die Reise bald zu Ende geht und wir schon auf dem Rückweg sind. Aber es gab ja noch einige Tauchgänge auf die man sich freuen konnte. So machten wir dann noch insgesamt 5 wunderschöne TG bei Shark-Cave; dabei handelt es sich um eine kleines Inselchen mit einem Canyon der sich dann in einen Tunnel verwandelt und man dann auf der anderen Inselseite rauskommt. Wie der Name schon vermuten läßt sind in diesem Tunnel fast immer irgendwo Hai anzutreffen die dort in der oft recht starken Strömung hin und herschwimmen. Das ganze kann man dann wunderbar vom oberen Eingang der Höhle beobachten und man kommt den Haien dabei bis auf ein paar Meter sehr nahe. Aber auch die restliche Unterwasserwelt dort war nicht zu verachten: Muränen in allen Formen und Farben, Tintenfische, Sepia, großer Schwarm Makrelen, Seepferdchen, Seeschlangen, ... alles in allem ein wirkliches Hai-Light zum Ende der Tour. Dieser Tauchplatz war auch der einzige während der Tour an dem wir mal mehr als ein anderes Schiff mit Tauchern in der Nähe hatten. Dadurch mußten wir einen etwas weiter weg und noch nicht betauchten Ankerplatz für die Nacht anfahren. Was sich aber für die Nachttaucher gelohnt hat. So konnten wir bei dem Nacht TG einen Baby-Ammenhai und einen schönen Stingray sehen und auch einige schöne Krabben. Der vorletzte TG wurde am Morgen des 9. Mai bei Stuart Island gemacht. Dort hatten wir zwar recht starke Strömung dafür aber auch eine Interessante UW-Landschaft und zum Abschluß nochmal Haie die dort auch wieder in den quer durch die Insel verlaufenden Tunneln patroliernen. Und irgendwann gegen Mittag war es dann leider soweit das wir den letzten TG machten; der Platz hieß High Rock und war eigentlich nur eine winziger Felbrocken auf dem ein einsamer Baum stand. Der TG selber war zum Ende hin recht anstrengend da es an der Westseite der Insel mehr als heftig strömte; dafür tummelten sich dort aber auch unzählige Seeschlangen die sich dort an den Felsen festhielten und auf vorbeischwimmende Beute warteten. Das abschließende Highlight war dann nochmal ein wunderschönes Seepferdchen.

Nachdem wir dann alle wieder zurück auf dem Boot waren, began die Rückfahrt zum Hafen in Thailand. Als wir nach gut 6h Fahrt burmesischen Grenzhafen Victory Point ankamen wurden wir nochmal mit einem der vielen wunderschönen Sonnenuntergänge belohnt bevor es dann das letzte große Abendessen auf dem Schiff gab. Da Nong am 10. Mai Geburtstag hatte muß man ja wohl nicht erwähnen das wir das sehr ausgiebig gefeiert haben und uns alle Mühe gaben die Getränkevorräte auf dem Boot zu vernichten( was wir beim Heineken-Bier auch schaften!)

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück haben wir dann um 9.30h wieder auf festem Bodem gestanden (der die ersten Minuten jedoch irgendwie immer schwankte!). Tja so schnell können 10 wunderschöne Tage auf einem absolute tollem Boot vorbeigehen!!!!

An dieser Stelle nochmal ein riesengroßes Dankeschön an alle Leute die daran beteiligt waren und es mir ermöglicht haben diesen tollen Trip zu machen. Danke.